02.02.2020

Krifteler Lebenszeichen!

Eine Überraschung schafften die Krifteler Volleyballer beim nicht erwarteten 3:2 Sieg gegen den Tabellenzweiten von den Baden Volleys SSC Karlsruhe.

Eigentlich starteten beide Teams sehr fehlerhaft, besonders in Service und Angriff, in den ersten Satz. Das sollte sich aber bald ändern und es entwickelte sich eine kämpferische Partie. Die Krifteler zeigten nun reihenweise tolle Abwehraktionen mit erfolgreichen Abschlüssen im Angriff. Eine Vorentscheidung fiel als die TuS von 13:13 auf 19:14 davonzog. Angetrieben durch die Fans ließen sich die Jungs den Durchgang nicht mehr nehmen (25:19).

Doch den Auftaktschock verkrafteten die Gäste schnell. Mit einer 5:0 Führung im Rücken erhöhten sie den Druck im Service und Angriff. Die Hausherren hatten zunehmend mehr Schwierigkeiten in der Annahme und weniger Zugriff im Blockspiel. Trainer Schön versuchte mit Spielerwechseln dem Satz eine Wende zu geben, doch der Rückstand war zu groß. Karlsruhe glich nach Sätzen aus.

Die Krifteler schafften es auch im nächsten Durchgang nicht an die Form vom 1. Satz anzuknüpfen. Es passte nichts mehr und die Baden Volleys zogen ihr Spiel gnadenlos durch. Nach einem schnellen Rückstand (5:13) mussten die Krifteler auch den dritten Abschnitt mit 14:25 abgeben,

Zuschauer treiben die Jungs zur Wende

Doch als jeder in der Halle glaubte dass sich jetzt der Favorit schnell durchsetzen würde, kamen die Krifteler zurück wie ein Phönix aus der Asche. Durch enormen Einsatz und Kampf sowie ein lautstarkes Publikum fanden die Jungs auch spielerisch zurück in die Spur. Die Annahme passte nun wieder und somit auch das Angriffspiel. Ein nahezu perfektes side-out Spiel (Kriftel kassierte lediglich ein Break zum 0:2) erschwerte es den Karlsruhern an den Gastgebern dran zu bleiben. Eine gute Block-Feldabwehr brachte dann den ersehnten Satzausgleich (25:19). Immerhin ein Punkt gegen den Favoriten war damit gewonnen.

Erneut musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Und da hatten die Krifteler bisher nun nicht die besten Erfahrungen gemacht. In fünf Partien zogen sie jeweils den Kürzeren. Doch dieses Mal schaffte es das Team den flow mit in den 5. Satz zu retten. Karlsruhe hielt aber dagegen, so dass die Spannung in der Halle nicht zu überbieten war. Beim 8:7 für Kriftel wurde ein letztes Mal die Seiten gewechselt. Tatsächlich schaffte es die TuS einen kleinen Vorsprung zu erblocken. Obwohl sogar noch einige gute Chancen verpasst wurden, weitere Breaks zu erspielen, reichte es weiterhin aus, das eigene side-out Spiel durchzubringen. Beim 14:11 erspielte sich Kriftel die ersten Matchbälle und konnte bereits den zweiten zum 15:12 Endstand verwandeln.

Die TuS kann doch Tiebreak

Trainer Schön zeigte sich natürlich zufrieden. „Die Moral meiner Mannschaft war phänomenal. Wer nach zwei wirklich desaströsen Sätzen so zurückkommt, der kann noch Berge versetzen. Endlich konnte ich mal etwas mehr variieren.“ Zum wertvollsten Spieler wurde auf Karlsruher Seite Jens Sandmeier gewählt. Die Goldmedaille für den MVP der Siegermannschaft erhielt Florian Bonadt.